KARDIOLOGIE

Ein Praxisschwerpunkt ist die Betreuung von Kindern- Jugendlichen und Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern. Für die erfolgreiche Diagnostik und Behandlung  entsprechen unsere Geräte dem modernsten technischen Standard und bieten die höchstmögliche Qualität.

Die Untersuchung des Herzens erfolgt in mehreren Schritten:

 

  • EKG (Elektrokardiogramm)
    Das EKG (Elektrokardiogramm) zeichnet über 10 auf die Haut aufgebrachte Elektroden die Herzaktion auf. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf den Rhythmus, Extraschläge (sog. Extrasystolen), aber auch die Belastung des Herzmuskels und seine Wandstärke ziehen. Für die Ableitung des EKG ist es notwendig, dass das Kind etwa 10-20 Sekunden ruhig liegt. Ein vertrautes Spielzeug ist daher hilfreich.
  • BLUTDRUCK
    Der Blutdruck wird mit einem modernen volldigitalen Gerät (Dinamap) an Armen und Beinen gemessen. Modernste Technik macht dies auch schon bei Neugeborenen möglich.
  • PULSOXYMETRIE
    Bei der Pulsoxymetrie stellt man mit Hilfe eines Clips („Leuchtefinger“) den Sauerstoffgehalt des Blutes fest, unblutig, innerhalb weniger Augenblicke. Der Normalwert des Menschen liegt bei 96-100 %.
  • ECHOKARDIOGRAPHIE
    Die Echokardiographie mit einem Gerät neuester Bauart zeigt den anatomischen Aufbau des Herzens mit seinen Klappen und den großen Gefäßen. Durch Farbdoppler werden die Blutströmungen sichtbar gemacht, so dass auch kleine Undichtigkeiten und „Löcher“ in den Scheidewänden schnell und zuverlässig erkannt werden können. Sollte ein angeborener Herzfehler vorliegen, so ist er mit dieser Methode sicher zu diagnostizieren.
  • LANGZEIT EKG
    Langzeit EKG (auch 24 Stunden EKG, Holter-EKG) : Bei Verdacht auf Rhythmusstörungen, Herzrasen, unklare Bewusstlosigkeit. Hierbei werden 5 Elektroden auf die Brust geklebt, die mit Kabeln mit einem Kästchen von der Größe eines Smartphones verbunden sind. Der Recorder kann am Gürtel oder in einem kleinen Rucksack getragen werden. Ein Protokoll mit Auflistung der Tätigkeiten und der Ruhephasen erleichtert die Auswertung.
  • LANGZEIT BLUTDRUCK
    Bei vielen Menschen ist der Blutdruck in der Arztpraxis scheinbar erhöht. Dies nennen wir „Weißkittelhochdruck“. Eine zuverlässige Aussage über den „wirklichen“ Blutdruck bietet die 24 Stunden Messung. Eine Manschette am Oberarm ist über einen kleinen Schlauch mit dem Messgerät verbunden, etwa von der Größe einer kleinen Digitalkamera. Tagsüber pumpt das Gerät alle 20-30 Minuten auf und misst den Blutdruck automatisch, nachts seltener.
  • BELASTUNGS EKG
    Wir verfügen über ein Fahrradergometer, kindgerecht mit in der Länge verstellbaren Tretkurbeln, so dass ab einer Körpergröße von etwa 115 cm zuverlässige Belastungsuntersuchungen durchgeführt werden können. Indikationen sind Beschwerden unter Belastung, aber auch bestimmte Sporttauglichkeitsuntersuchungen für Wettkämpfe. Nach Operation eines Herzfehlers kann so die Belastbarkeit überprüft werden.
  • EREIGNIS REKORDER
    Manche Beschwerden (Herzrasen zum Beispiel) treten nicht täglich auf, so dass ein 24 Stunden EKG wenig zielführend ist. in diesen Fällen verleihen wir einen sog. Ereignisrekorder, den man bei Beschwerden auf die Brust aufsetzt und so ein EKG aufzeichnet, welches dann über die Telefonleitung an eine Zentrale übermittelt wird. Diese Leistung wird nicht von allen Kassen übernommen, so dass hier evtl. gesonderte Kosten anfallen.
In unserer Praxis haben wir eine Sondergenehmigung
für Pränatale Echokardiographie

 

Diese Untersuchung erfordert eine spezielle Geräteausstattung und Erfahrung in der vorgeburtlichen Diagnostik des Herzens. Dank der spezialisierten Geräte und der entsprechenden Qualifizierung einer unserer Ärzte kann ein Herzfehler bereits frühzeitig im Mutterleib erkannt bzw. ausgeschlossen werden.

Die Beurteilung des Herzens, seiner Funktion und der Blutflüsse, erfolgt idealer Weise zwischen der 18 und 21 SSW. Zu einem späteren Zeitpunkt  der Schwangerschaft kann die Diagnostik  durch die ungünstige Lage des Kindes sowie durch die schlechte Schalldurchlässigkeit der Rippen beeinträchtigt sein. Die meisten angeborenen Herzfehler können heutzutage sehr gut operiert werden. Die Erfolgsrate der Behandlung steigt nachweislich bei vorgeburtlicher Entdeckung – auch wenn diese Diagnose zunächst Ängste bei den Eltern auslösen.

Bei Feststellung bzw. einem Verdacht auf einen Herzfehler erfolgt eine ausführliche Beratung der Eltern. Weiterhin beraten wir wo und unter welchen Bedingungen  die Geburt stattfinden sollte und wie das Vorgehen nach der Geburt aussieht.

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